- Masters Of Dark Fire - Dead Spots

- Dem Gothic Rock wurde ja schon des öfteren das Ende prophezeit. Umso schöner, wenn gerade neu gegründete Bands dieses Genres sich innerhalb kurzer Zeit sogar gegen die elektronische Szeneübermacht durchsetzen können.
So geschehen bie den Masters of Dark Fire: Die Gewinner des Battle Of the Bands 2009 des Sonic Seducer Musikmagazins können die Vorschusslorbeeren perfekt umsetzen und veröffentlichen auf ihren Debut Songs, die zwar dem traditionellen Gothicrock verschrieben sind, aber trotzdem mit allen musikalischen Elementen der Szenestilrichtungen liebäugeln. So entstand ein extrem kurzweiliges Werk, das auch mal hier und dort die Drummachine oder inimalelektronische Spielereien zuläßt sber trotzdem tief den Spirit alter Zeiten eingeatmet hat. Textlich hat man sich von Gedichtschreibern wie Lord Byron und William Blake beeinflussen lassen und liefert so ein textlich wie musikalisch rundum gelungenes Album ab.
Tracklist:
01. Dead Spots
02. TSS- My Fngerprints In Life
03. Too Late
04. The Pirate
05. City of the Damned
06. Pesnja
07. Garden Of Love
08. Zombie Walk
09. Carnival
10. Dullahan
11. She Walks In Beauty
12. Singing Bridge
13. When I am Dead
Homepage: www.darkfire-band.de
MySpace: www.myspace.com/mastersofdarkfire
Veröffentlichung: 08.01.2010
Quelle: Danse Macabre
Getrieben von der Katzen Neugier (auch wenn meine Freundin mir nen Hundespitznamen gegeben hat) füttere ich mein CD-Laufwerk mit dem Silberling der Band, deren Namen mir völlig unbekannt ist.
Zugegeben der Bandname MASTERS OF DARK FIRE und die im Internet recherchierten Namen der Bandmitglieder trieben zuerst einmal ein leichtes Schmunzeln auf meine Lippen.
Zuversichtlich stimmt mich dann jedoch die Tatsache dass MASTERS OF DARK FIRE den „Battle of the Bands 2008/2009“ des Sonic Seducer Magazins gewonnen haben.
Wer diesen Newcomer-Contest gewinnt muss dann ja doch was drauf haben, dachte ich mir.
Das Debüt-Album „Kalt wie Dein Herz“ hinterlässt am Ende trotzdem einen gemischten Eindruck bei mir.
Ohne die Leistung der beiden Damen schmälern zu wollen, sind es jedoch die Lieder bei denen Sänger „Azrayl“ stimmlich im Vordergrund steht oder ohne weibliche Begleitung das Lied trägt, die sich stärker in mein Gehör treiben.
Fazit: Solider Erstling der jungen Band. Einige Lieder laden durchaus zum öfteren Anspielen ein. Mein einziger Kritikpunkt liegt bei den bereits erwähnten weiblichen Vocals, diese klingen leider ziemlich seicht. Ich erwarte bereits jetzt den Nachfolger und bin gespannt wie sich die Band entwickelt.
Autor/in: Lameth
Mit "Dead Spots" und "TSS - My Fingerprints in Life" beginnen Masters of Dark Fire durchaus solide. Beide Songs sind gesanglich wie musikalisch anprechend und lassen Einiges erwarten. Umso Erstaunlicher und Unverständlicher warum diese Linie im weiteren Verlauf von "Dead Spots" scheinbar ignoriert wird! Musiktechnisch auch weiterhin teils passabel werden Stücke wie "Too Late", "City of The Damned" oder "Zombie Walk" von gewöhnungsbedürftigen Gesangsstrukturen geradezu zerstört.
Als besonders tragisch ist der Einsatz des weiblichen Refraingesangs bei "City of The Damned" zu sehen - von Azrayl anfangs sehr stimmig und gut gesungen wirkt der Song zum Ende hin wie ein Wettkampf zwischen männlichen und weiblichen Gesangsparts wobei leider auch die Musik zur Nebensache wird.
Negativer Höhepunkt des Albums ist eindeutig "The Pirate". Geradezu als Fremdkörper wirken hier ToxiCa´s Gesangseinlagen, Töne werden nicht getroffen, das gesamte Stück hört sich viel zu konstruiert an.
Bevor sich Masters of Dark Fire am Ende des Albums wieder ihren Stärken widmen muß man sich mit "Carnival" sogar noch einen völlig deplatzierten Walzer im irischen "Pub"-Stil anhören. Mehr als solide sind "She walks in Beauty" und "Singing Bride" gehalten. Gut und bodenständig gesungen, musiktechnisch überzeugend. Fraglich warum davon auf "Dead Spots" nicht mehr zu hören ist?
Es bleibt zu hoffen das Masters of Dark Fire im nächsten Album mehr Gothic-Rock anbieten. Das Potential dafür sollte vorhanden sein, auch wenn die weiblichen Stimmen der Band als nicht ideal zu bezeichnen sind!
Autor/in: Dagonet
